Ehe und Familie

Ehevertrag

In einer Ehe kann vieles passieren. Die Verhältnisse können sich nachträglich ändern; Dinge, die man zuvor für selbstverständlich hielt, werden später vielleicht nicht mehr als verbindlich angesehen. Meistens befassen sich die Eheleute mit den rechtlichen Grundlagen der Ehe erst, wenn Streit ausgebrochen ist. Besser ist es aber, mit einem Ehevertrag vorzusorgen, wenn man sich gut versteht und Verständnis für die Interessen des anderen hat. Ein Ehevertrag kann übrigens vor oder nach der Hochzeit abgeschlossen werden. Solch ein Ehevertrag enthält häufig Regelungen zum Güterstand, zum Unterhaltsrecht sowie zum Versorgungsausgleich. Auch andere Punkte können geregelt werden, wenn dies in Ihrem Einzelfall sinnvoll ist. Zweckmäßig ist meist eine Kombination mit einem Erbvertrag (dieser regelt wie ein Testament die Verteilung des Vermögens nach dem Tod). Auch über die Errichtung von Vorsorgevollmachten für den Fall späterer Handlungsunfähigkeit denkt man sinnvollerweise nach, wenn man sich mit diesen Themen befasst. Wer im gemeinsamen Interesse an mögliche Konflikte in der Zukunft denkt und diese einvernehmlich regelt, trägt dazu bei, dass die Ehe auch dauerhaft hält.

Scheidungsvereinbarung

Leider werden viele Ehen geschieden, oft nach mehr als 10 Jahren Ehezeit. In diesen Fällen bestehen viele Zweifel; zahlreiche Fragen sind zu regeln. Wir beraten Sie unparteiisch bei der Erstellung einer Scheidungsvereinbarung. Damit lässt sich häufig Streit vermeiden – auch und gerade im Interesse der gemeinsamen Kinder. Zudem lassen sich später Kosten im Verfahren einsparen und das Scheidungsverfahren beschleunigen. Natürlich stimmen wir uns mit den von Ihnen beauftragten Rechtsanwälten eng ab.

Partnerschaftsvertrag (Regelung bei unverheirateten Partnern)

Auch wenn eine Ehe für Sie noch nicht absehbar ist oder Sie dies für sich generell ausschließen, ist es empfehlenswert, den rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen Ihres Zusammenlebens in einem Partnerschaftsvertrag eine Grundlage zu verschaffen – wohl sogar noch mehr als in einer Ehe: Das Gesetz enthält keine speziellen Regeln für die Aufteilung des Vermögens, wenn eine solche Partnerschaft endet. Ein gesetzliches Erbrecht besteht bei unverheirateten Partnern ebenfalls nicht. Auch wenn Sie schon erhebliches gemeinsames Vermögen gebildet haben (z.B. durch gemeinschaftlichen Immobilienerwerb): Ohne eine Verfügung von Todes wegen (Erbvertrag oder Testament) geht die „andere Hälfte des Hauses“ an die gesetzlichen Erben des anderen Partners – häufig ist das völlig unerwünscht!

Adoption, Sorgeerklärungen, Vaterschaftsanerkennungen

Auch wenn es um Ihre Kinder geht, sind wir für Sie da. Wir beurkunden für Sie Adoptionen, Sorgeerklärungen und Vaterschaftsanerkennungen.

Künstliche Befruchtung (Insemination)

Die moderne Medizine ermöglicht vielen Menschen die Verwirklichung des Kinderwunsches. Die medizinischen und psychologischen Auswirkungen müssen dabei zuvor gründlich mit der Klinik besprochen werden, die die künstliche Befruchtung durchführt. Jedoch stellen sich auch rechtliche Fragen, je nachdem ob die Eltern verheiratet oder unverheiratet sind und ob es sich um eine homologe oder eine heterologe Insemination handelt. Sprechen Sie uns (am besten nach Abstimmung mit Ihrer Klinik) an.

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